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Florian Brunner
Projektleitung Regionalmanagement / Ansiedlungsmanagement
Tel. (080 25) 9 93 72 - 23
Fax (080 25) 9 93 72 - 25
Ingrid Wildemann
Projektleitung Regionalmanagement
Tel. (080 25) 9 93 72 - 24
Fax (080 25) 9 93 72 - 25
Das Regionalmanagement ist ein Instrument der Landesentwicklung des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie.
Mit dem Regionalmanagement soll über Branchengrenzen hinweg die Wettbewerbsfähigkeit der Regionen erhöht werden. Die Grundidee besteht darin, ausgehend von Handlungskonzepten und durch den Einsatz von Projektmanagern in der Region, die Entwicklung von Regionen und regionalen Teilräumen durch Projekt- und Netzwerkarbeit voranzutreiben.
Das Regionalmanagement zielt darauf ab, die vorhandenen Potenziale in den Räumen zu erkennen, optimal zu erschließen und zu nutzen. Dadurch sollen die Schwächen einer Region möglichst kompensiert und die vorhandenen Stärken insbesondere bei den wirtschaftsnahen harten und weichen Standortfaktoren gesichert und weiter verbessert werden.
Das Regionalmanagement bleibt dem Freiwilligenprinzip der Regionen überlassen. Es wird den möglichen Adressaten in ganz Bayern als eine Option angeboten. Das heißt auch, dass sich das Regionalmanagement vom Bedarf einer Region her begründet und dieser Bedarf einer Region von dieser selbst artikuliert und in Projekte umgesetzt wird (bottom-up-Prinzip).
Entwicklungsschwerpunkte und Handlungsfelder des Regionalmanagements werden von den Regionen selbst bestimmt.
Die anfallenden Kosten an Dritte für die konzeptionelle Phase, die Personalkosten für den Regionalmanager und die projektverantwortliche Person sowie anfallende Sachkosten werden mit 50 % von der Landesentwicklung getragen. Das Regionalmanagement wird entweder mit Landes- oder EU-Mitteln unterstützt. Die Landesmittel stammen aus den für die Allianz Bayern Innovativ zur Verfügung gestellten Privatisierungserlösen von 5 Mio. Euro und sind für einen Zeitraum von fünf Jahren eingeplant.
Zusätzlich sind im Operationellen Programm des Europäischen Regionalfonds (EFRE) im Ziel „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ Bayern 2007 – 2013 weitere 5 Mio. Euro an Fördermitteln vorgesehen.
Der Landkreis Miesbach schneidet in den Prognosen vieler Studien sehr positiv ab. Dennoch ergeben sich für den Landkreis Miesbach ständig neue Herausforderungen: Zum einen bedeutet die fortschreitende Internationalisierung / Globalisierung der Märkte, dass sich die Konkurrenzsituation einzelner Regionen zueinander verschärft. Zum anderen ergeben sich im Zuge der demographischen Entwicklung weitere Problemfelder, die in den kommenden Jahren an Dringlichkeit gewinnen werden. Für den Landkreis Miesbach stellt sich zudem die Frage einer deutlichen Abgrenzung und Positionierung gegenüber dem weit in das Umland ausstrahlenden Wirtschaftszentrum München.
Mit der Gründung der SMG hat der Landkreis Miesbach bereits im August 2007 erste Schritte eingeleitet, um die vielfältigen Aufgaben hinsichtlich einer nachhaltigen und abgestimmten Entwicklung im Landkreis und seinen 17 Städten und Gemeinden zu koordinieren und somit ein einheitliches Auftreten zu gewährleisten.
Der im Jahr 1996 eingeleitete Leitbildprozess für den gesamten Landkreis wurde 2006 bei einem Strategieseminar unter der Federführung des Büros Auweck GmbH Kommunal- und Regionalentwicklung fortgeschrieben. Der Zwischenbericht wurde im Juni 2008 mit den Bürgermeistern aller 17 Städte und Gemeinden sowie mit den Entscheidungsträgern aus Landratsamt, Wirtschaftsförderung und Tourismusinstitutionen erörtert. Der Abschlussbericht wurde im Mai 2009 vorgestellt. Die aus diesem Prozess resultierenden wesentlichen Handlungsfelder wurden als konzeptionelle Grundlage für ein gemeinsames Regionalmanagement verabschiedet.
Das Regionalmanagement im Landkreis Miesbach baut auf insgesamt zehn Handlungsfeldern in den Kategorien Wirtschaft, sozialgeographische Strukturen und Tourismus auf. Die konkreten Handlungsfelder sind:
Da das Regionalmanagement im Landkreis Miesbach einen klaren Fokus auf der Wirtschaft hat, koordiniert die SMG die personelle und organisatorische Umsetzung des Regionalmanagements. Als Bindeglied zwischen Verwaltung, Wirtschaft und Politik sowie als landkreisweite und gemeindeübergreifende Agentur für sämtliche Fragen des Standortmarketings und der Wirtschaftsförderung weist die SMG ideale Voraussetzungen auf, um das Regionalmanagement in ihre eigenen, bereits bestehenden Strukturen zu integrieren und zu einem nachhaltigen Erfolg zu führen.
Die beiden Mitarbeiter des Regionalmanagements arbeiten eng mit der Geschäftsführung der SMG zusammen, um Synergien zu nutzen und bereits geleistete Vorarbeiten einbringen zu können. Die Netzwerkarbeit, die beim Regionalmanagement noch stärker verankert ist als in der klassischen Wirtschaftsförderung, wird somit erheblich erleichtert.