Unter dem Motto „Bürger gestalten ihre Heimat“ will sich die Lokale Aktionsgruppe Kreisentwicklung Miesbacher Land e.V. auch
Unter dem Motto „Bürger gestalten ihre Heimat“ will sich die Lokale Aktionsgruppe Kreisentwicklung Miesbacher Land e.V. auch weiterhin für die Weiterentwicklung unseres Landkreises Miesbach engagieren.
(Foto: SMG Miesbach)
  • Lokale Aktionsgruppe präsentiert erste Ergebnisse des Modellprojekts „Resilienz und Landentwicklung"
  • Bürger*innen und Politik beraten gemeinsam über die Zukunft des Landkreises
  • Veranstaltung für alle Interessierten am 28.09.2021 ab 16 Uhr im Waitzinger Keller Miesbach und im Live-Stream unter www.leader-mb.de


Noch bis Ende des Jahres 2022 läuft die aktuelle LEADER-Förderperiode, in der sich der Landkreis zum ersten Mal an dem europäischen Förderprogramm beteiligt. Staatsministerin Michaela Kaniber hat parallel dazu die bayerischen LEADER-Aktionsgruppen aufgerufen ihre Entwicklungsstrategien für die kommende Förderperiode 2023-2027 zu überarbeiten. Der Landkreis Miesbach ist hierfür Modellregion im Projekt „Resilienz und Landentwicklung“. Am 28.09.2021 präsentiert die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Kreisentwicklung Miesbacher Land erste Ergebnisse des Modellprojekts und lädt Interessierte aus Politik, Verwaltungen und der Zivilgesellschaft ein, gemeinsam über Zukunftsziele zu beraten.

 

Im Modellprojekt untersucht das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gemeinsam mit der LAG Miesbach, wie das Förderprogramm LEADER einen Beitrag zur Krisenfestigkeit des Landkreises leisten kann. Hierfür nahmen die Teilnehmer den Landkreis Miesbach besonders unter den zwei Fragestellungen „Was macht uns heute schon widerstandsfähig gegen Krisen?“ und „Was macht uns besonders verwundbar?“ in den Blick.

 

Simon Kortus, LAG Manager der Aktionsgruppe Kreisentwicklung Miesbacher Land e.V.: „Uns ist wichtig, dass wir uns für die Überarbeitung der Entwicklungsstrategie sowohl auf wissenschaftliche Daten als auch auf die Erfahrungen und Ideen derjenigen verlassen, die sich für den Landkreis engagieren. Der Einbezug von Fakten regt uns dazu an, unsere eigene Wahrnehmung der Situation zu hinterfragen und neue Antworten zu finden.“

 

Gemeinsam mit der Forschungsgruppe Agrar- und Regionalentwicklung Triesdorf (ART) und Vertreter*innen aus Kommunalpolitik, Verwaltungen und Einwohner*innen des Landkreises wurden seit März 2021 umfangreich Handlungsbedarfe ermittelt. Grundlage für diese Arbeit war eine umfassende Regionalanalyse, bei der über 100 Indikatoren aus allen Bereichen des Lebens-, Arbeits- und Naturraums Landkreis Miesbach erhoben wurden.

Aus den Erkenntnissen der Workshops formuliert die LAG einen Vorschlag für sechs Entwicklungsziele, die die Grundlage für die Wiederbewerbung des Landkreises für die kommende Förderperiode sein sollen:

 

  1. Städte und Gemeinden im Landkreis Miesbach sind Begegnungsräume für Einwohner*innen und Gäste allen Alters und in allen Lebenslagen.
  2. Ernährung, Versorgung und Wirtschaften im Landkreis Miesbach sind geprägt durch regionale und ökologische Kreisläufe und leisten so einen Betrag zum Klimaschutz.
  3. Gelebte Mitmachkultur, außerschulische Bildungsangebote und ein starkes Ehrenamt fördern das Vertrauen in demokratische Strukturen und führen zu einer engen Kooperation zwischen Politik, Verwaltungen und Zivilgesellschaft.
  4. Ein sensibler Umgang mit der Ressource Boden sichert im Einklang zwischen Natur und Mensch den Lebens- und Naturraum Landkreis Miesbach.
  5. Digitale Strategien und Technologien in allen Lebensbereichen leisten ihren Beitrag zum Abbau von Nutzungskonflikten und fördern barrierefreie Information, Bildung und Beteiligung.
  6. Eine vernetzte Mobilität und sanfte Erlebnis- und Erholungsangebote bieten Einwohner*innen und Gästen ressourcenschonende Möglichkeiten der Freizeitgestaltung.

 

Michael Pelzer, 1. Vorsitzender der LAG Kreisentwicklung Miesbacher Land e.V.: „Unsere neuen Entwicklungsziele sollen Zukunftsbilder unseres Landkreises zeichnen. Mit LEADER wollen wir in der kommenden Förderperiode unseren Beitrag leisten, dass sie Wirklichkeit werden. Was diese Bilder konkret bedeuten, darüber wollen wir mit allen Teilnehmer*innen reden.“

 

In der Regionalkonferenz haben die Teilnehmer*innen neben eine Diskussion über die Entwicklungsziele die Möglichkeit, diese mit konkreten Handlungszielen anzureichern. Die Handlungsziele drücken aus, was der Landkreis Miesbach in der Förderperiode 2023-2027 erreichen will. Projekte, die gefördert werden wollen, müssen immer einen Beitrag zu mindestens einem der Handlungsziele leisten.

 

Aus Gründen des Gesundheitsschutzes hat sich die LAG entschieden, den Zutritt zur Veranstaltung nur Personen mit einem offiziellen Nachweis über eine zweifache Corona-Schutzimpfung oder eine überstandene Corona-Infektion (sog. 2-G Regel) zu ermöglichen. Begleitend bietet die LAG einen Live-Stream unter www.leader-mb.de an.

 

Simon Kortus: „Uns ist wichtig, dass wir die Veranstaltung für alle Teilnehmer*innen vor Ort so sicher wie möglich gestalten. Um gleichzeitig niemanden von Entscheidungen auszuschließen und allen die Mitarbeit zu ermöglichen haben wir uns für ein umfangreiches digitales Begleitangebot entschieden.“

 

Unter www.leader-mb.de haben alle Einwohner*innen des Landkreises ab jetzt die Möglichkeit sich über die bisherigen Arbeitsschritte und die Ergebnisse zu informieren und Wünsche und Ergänzungen zurückzumelden. Während der Regionalkonferenz können die Input- und Präsentationsabschnitte live gestreamt werden. Alle Arbeitsstellungen und Abstimmprozesse können im Saal und Digital gleichermaßen bearbeitet werden und die Ergebnisse live vor Ort oder am eigenen Smartphone oder Computer mitverfolgt werden.

 

Anmeldungen zur Regionalkonferenz können bis zum 26. September 2021 online oder unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 08025/99 37 228 berücksichtigt werden. Der Live-Stream ist ohne vorherige Anmeldung am Veranstaltungstag unter www.leader-mb.de verfolgbar.

 

Über LEADER:
Mit dem LEADER-Programm unterstützt das Staatsministerium die ländlichen Regionen auf ihrem Weg einer selbstbestimmten Entwicklung – ganz nach dem Motto "Bürger gestalten ihre Heimat". LEADER ist ein Akronym der französischen Begriffe: Liaison entre les actions de développement de l'économie rurale; zu Deutsch: Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft.
Im Mittelpunkt LEADERs stehen die Lokalen Aktionsgruppen (LAGs). Sie sind Partnerschaften zwischen kommunalen, wirtschaftlichen und sozial engagierten Akteuren in der Region. Für die Förderperiode 2014 bis 2020 wurden 68 LAGs anerkannt. Das bayerische LEADER-Gebiet umfasst damit 86 Prozent der Landesfläche und 58 Prozent der Bevölkerung. Insgesamt stehen rund 111 Millionen Euro an EU- und Landesmitteln für die Projekte zur Verfügung.


Über die SMG Standortmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach:
Die SMG Standortmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach setzt sich mit interdisziplinärer Projekt- und Netzwerkarbeit dafür ein, die wirtschaftlichen Potenziale der Region auszubauen und zukunftsweisend zu entwickeln. Oberstes Leitziel ist dabei stets, die hohe Lebensqualität in der Region zu erhalten und als Partner mit Bürger*innen, Unternehmer*innen und Politiker*innen aus allen Sektoren zusammenzuarbeiten.
Dabei fungiert die SMG als Dach, unter dem Förderprogramme wie LEADER, die Öko-Modellregion und das Regionalmanagement Bayern organisiert sind. Aber auch Projekte wie die Ausbildungstour Landkreis Miesbach, die offene Forschungswerkstatt „Oberlab“ mit dem mobilen FabLab oder die Initiative ServusZUKUNFT wurden durch die SMG ins Leben gerufen.

 

Pressekontakt
Simon Kortus
LAG Manager
t: +49 (0) 80 25 - 993 72 28
e: sk@smg-mb.de

Anschrift
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83714 Miesbach
www.smg-mb.de