ServusZUKUNFT Hackfest
Alexander Wahl (zweiter v.l.) hält den Prototyp, den er mit seinem Team bestehend aus IT-Entwicklerin Sarah Frank von der SWM (ganz links), Maker Bernhard Findeiss vom FabLab Oberland e.V. (zweiter v.r.) und Wissenschaftler Maximilian Mügge vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP (ganz rechts) beim ServusZUKUNFT #Hackfest entwickelt hat.
(Foto: SMG)
  • Zwei Tag, zwei Problemstellungen, zwei Teams, zwei Prototypen und einige Lösungsansätze
  • Gemeinsames Entwickeln in interdisziplinären Teams bringt bessere Lösungen.
  • Das ServusZUKUNFT #Hackfest ist eine Kooperationsveranstaltung der Handwerkskammer für München und Oberbayern, des Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP und der SMG Standortmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach.
  • das ServusZUKUNFT #Hackfest und der ServusZUKUNFT #Hackathon Handwerk sind die Veranstaltungsformate für branchenübergreifendes Entwickeln in der Region

 

Beim ServusZUKUNFT #Hackfest trafen sich am Freitag, 8. April und Samstag, 9. April 2022 zwei Teams im Makerspace des FabLab Oberland e. V. und entwickelten Lösungen für Problemstellungen aus dem Handwerk.

 

„Wir leben in einer komplexen Welt, in der eine Berufsgruppe allein nicht mehr unbedingt die besten Lösungen für ein Problem bieten kann. Wir stellen deshalb branchenübergreifende Teams zusammen, um Lösungen für Herausforderungen aus dem Handwerk zu entwickeln“, erklärt Ingrid Wildemann-Dominguez, Leiterin Innovation und Regionalmanagerin bei der SMG.

Ein Hackfest oder auch Hackathon ist dafür genau das richtige Veranstaltungsformat. In interdisziplinären Teams werden für relevante Problemstellungen aus dem Arbeitsalltag in nur ein bis zwei Tagen Lösungen entwickelt und erste Prototypen gebaut.

Die Aufgabenstellung für den ersten Tag lieferte der Zimmerermeister Alexander Wahl aus dem Leitzachtal. Das Verteilen der schweren Dachplatten auf dem einzudeckenden Dach ist sehr belastend für den Körper. Helfer zu finden ist aufgrund der Arbeitsmarktlage so gut wie unmöglich. Kann Technik Abhilfe schaffen? Die neunköpfige Gruppe entwickelt zwei erste Prototypen, einen Drohnenaufsatz und einen Großflächenvakuumheber, welche die Funktionsweisen der Technik zeigen.

 

Am zweiten Tag beschäftigte sich eine Gruppe von Handwerkern und Softwareentwicklern aus dem Umfeld der DigiHolz-Gründer Michael Kriehn und Christoph Biernoth aus Fischbachau mit dem Thema „Material im Handwerksbetrieb“. Als drängende Problematik kristallisierte sich die Fragestellung heraus, wie mit Materialresten umgegangen werden soll. Die Plattform Materialrest24.de aus München liefert bereits eine Lösung für Materialreste, die im Betrieb nicht mehr gebraucht werden und dort verkauft werden können. Mit der Problemstellung, wie Materialreste im eigenen Betrieb ressourceneffizient eingesetzt werden können, sind die Betriebe auf sich allein gestellt. Im Rahmen des Hackfests wurden einige schnell umsetzbare Maßnahmen entwickelt. Es wurde außerdem deutlich, dass sich hier gute Ansatzpunkte für das Thema „digitales Lager“ finden.

„So einen Workshop sollte es viel häufiger geben, war das Feedback von einem teilnehmenden Zimmermeister“, berichtet Georg Räß, Beauftragter für Innovation und Technologie bei der Handwerkskammer für München und Oberbayern und resümiert: „Handwerker, Softwareentwickler, Kreative und Wissenschaftler kamen beim #Hackfest direkt ins Machen. So wird Digitalisierung und Innovation greifbar - genau darum geht es uns.“

„Für uns war das #Hackfest ein voller Erfolg! Es hat sich wieder mal gezeigt, wie wichtig es ist, im direktem Kontakt mit Menschen aus unterschiedlichsten Disziplinen Herausforderungen anzugehen. Daraus entstehen die kreativsten Lösungen. Wir konnten große Schritte in Richtung Innovation gehen und die Basis für folgende Projekte festigen“, freut sich Maximilian Mügge, Innovationsmanager beim Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP.

Das ServusZUKUNFT #Hackfest war eine Kooperationsveranstaltung der Handwerkskammer für München und Oberbayern, des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik IBP und der SMG Standortmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach. Die Hackteams bestanden aus Handwerkern, IT-Entwicklern und Tüftlern aus dem FabLab Oberland e. V.. Im Nachgang werden sich die Veranstalter gemeinsam mit den Teilnehmer*innen um Möglichkeiten bemühen, die Prototypen weiterzuentwickeln und zu testen.

Eine gute Gelegenheit, die Ansätze weiterzuentwickeln und ganz neue Problemstellungen aufzugreifen, bietet sich allen interessierten Handwerker*innen, IT-Entwickler*innen und Tüftler*innen beim zweitägigen ServusZUKUNFT #Hackathon Handwerk am 24. und 25. Juni 2022. Auch hier wird gemeinsam an zukunftsträchtigen Lösungen für das Handwerk gearbeitet. Alle Interessierten können sich hier anmelden: https://www.servuszukunft.de/hackathon/

 

Über die SMG Standortmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach:

Die SMG Standortmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach ist vom Landkreis Miesbach mit der Kreisentwicklung und Wirtschaftsförderung beauftragt. Mit interdisziplinärer Projekt- und Netzwerkarbeit setzt sie sich dafür ein, die wirtschaftlichen Potenziale der Region auszubauen und zukunftsweisend zu entwickeln. Oberstes Leitziel ist dabei stets, die hohe Lebensqualität in der Region zu erhalten und als Partnerin mit Bürger*innen, Unternehmer*innen und Politiker*innen aus allen Sektoren zusammenzuarbeiten.

Die SMG ist dafür in neun Handlungsfeldern aktiv: Innovation & Gründen, New Work, Ausbildung & Bildung, Gewerberaum, Wohnraum, Regionales Einkaufen, Nachhaltigkeit, Mobilität sowie Fördermittel & Finanzierung. Innerhalb dieser Schwerpunkte setzt die SMG 30 Projekte und Dienstleistungen um, die zur integrativen Entwicklung des Landkreises beitragen. Dazu gehören unter anderem die OBERLANDCard, das mobile FabLab, die Ausbildungstour, das Miesbacher Weidefleisch und das EU-Förderprogramm LEADER.

 

ServusZUKUNFT. Gemeinsam ins Oberland von Morgen

ist eine Initiative der Standortmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach und des WirtschaftsForum Oberland. Unter diesem gemeinsamen Dach wollen die beiden Landkreis Miesbach und Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen Offenheit für Wandel, Innovationsfähigkeit und Kreativität fördern.

Die Aktivitäten von ServusZUKUNFT werden im Rahmen des Regionalmanagement durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie gefördert.

Pressekontakt
Ingrid Wildemann-Dominguez
Regionalmanagerin für Innovation
t: +49 (0) 80 25 - 993 72 26
e: iw@smg-mb.de

Anschrift
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Rathausplatz 2
83714 Miesbach
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