Pressefoto_Coworkation_EU fördert länderübergreifendes Projekt
Die SMG Standortmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach mbH und die Standortagentur Tirol arbeiten das Thema Coworkation in Zukunft zusammen
(Foto: CoworkationALPS | Huegger-Zirm)

Bayern und Tirol liegen nicht nur räumlich, sozial und wirtschaftlich nah beieinander, sie teilen auch die gleichen Herausforderungen.

Die SMG Standortmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach mbH hat in Zusammen¬arbeit mit der Standortagentur Tirol GmbH EU-Fördergelder des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (Interreg) gewonnen. Eingesetzt werden die Mittel für den Aufbau eines Netzwerks aus Expert*innen und Anbieter*innen sowie für die zielgerichtete Projektberatung potenzieller Anbieter und Regionen in Bayern und Österreich. Durch die Fördermittel werden außerdem zwei Personalstellen innerhalb der beiden Wirtschaftsentwicklungs-Gesellschaften und die wissenschaftliche Begleitung für drei Jahre finanziert.

Veronika Müller, Projektleiterin Coworkation bei der SMG Standortmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach: „Mittlerweile gibt es überall im Alpenraum Coworking Spaces, also Arbeitsplätze, an denen sich Gleichgesinnte unterschiedlicher Unternehmen Räumlichkeiten teilen. Für die Nutzer*innen solcher Räume ist ortsunabhängiges Arbeiten die Norm – und damit ist die Idee auch mal aus der Ferne zu arbeiten gar nicht so weit weg. Diesen Trend wollen wir auch für unsere Region nutzen.“

Verbindet man Coworking mit Reisen, wird daraus Coworkation: „Co“ steht für zusammen, „work“ für Arbeit und „vacation“ für Urlaub. Anders als bei herkömmlichen Dienst- oder Incentivereisen, deren reiner Zweck in der Erledigung von Arbeit oder in der Belohnung für geleistete Arbeit liegt, besteht eine Coworkation aus einer Mischung aus Freizeit, Arbeit und Gemeinschaft. Durch diese Kombination entsprechen Coworkations den Bedürfnissen der heutigen global und digital vernetzten Gesellschaft.

Vorteile für Gemeinden und regionale Wirtschaft
Der Trend Coworkation vereint Ansiedlungsmanagement und Tourismus zu einem Hybrid, das Potenzial für bereits bestehende Wirtschafszweige eröffnet. Denn die Teilnehmer*innen einer Coworkation nutzen Freizeitangebote wie Ski- und Sportkurse oder Wanderungen und übernachten in lokalen Pensionen oder Hotels.

Aber auch auf die zukünftige Entwicklung der Wirtschaftsstruktur soll Coworkation einen positiven Einfluss haben. Zwar sind viele Orte in den Alpen bereits beliebte Ausflugsziele von Tourist*innen, wodurch Gemeinden wirtschaftlich profitieren. Als attraktive Arbeitsstandorte, die mehr als idyllisches Wohnen mit hohem Freizeitwert bieten, werden allerdings immer weniger Orte wahrgenommen.

Um den Landkreis Miesbach als potenten Wirtschaftsstandort auch außerhalb des Tourismus und der Landwirtschaft zu positionieren, sollen überall Orte geschaffen werden, um Gründer*innen und innovative Macher*innen für die Region zu begeistern und die hier lebenden kreative Köpfe zum Bleiben zu bewegen. Auf diese Weise sollen auch jungen Bürger*innen berufliche Perspektiven geboten werden, wie sie momentan überwiegend in Städten zu finden sind.

Um einen Austausch zwischen regionalen Unternehmer*innen, Bürger*innen und den Teilnehmer*innen einer Coworkation zu gewährleisten, sollen unter anderem Themenabende und Foren stattfinden. Als Auftakt dazu wird am 28. und 29. Oktober die erste Coworkation im Wendelstein Salettl in Bayrischzell stattfinden.

Zusätzliche Unterstützung durch den Verein Coworkation ALPS
Der interregionale Verein Coworkation ALPS e.V., den die Standortmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach und die Standortagentur Tirol mitgegründet haben, engagiert sich ebenfalls für ein starkes Coworkation-Netzwerk in der Alpenregion. Ihm beigetreten sind bereits 30 Mitglieder aus Oberbayern, Tirol und Südtirol, acht davon allein aus dem Landkreis Miesbach.

Der Verein veranstaltet von 17. bis 19. Oktober 2019 das „Coworkation ALPS Forum 2019“ in den Räumlichkeiten von „BASIS Vinschgau Venosta“ in Schlanders, Südtirol. Auf dem Event wird über die Chancen durch neue Formen der Arbeit, wie Coworkation und Coworking informiert. Außerdem werden globale Trends diskutiert und ein Überblick über die sozialwirtschaftliche Situation im Alpenraum gezeigt. Das „Coworkation ALPS Forum“ richtet sich an Unternehmer*innen, Politiker*innen, Tourismusexpert*innen, Regionalentwickler*innen und Bürger*innen gleichermaßen.

Über die SMG Standortmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach:
Die SMG Standortmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach ist vom Landkreis Miesbach mit der Kreisentwicklung und Wirtschaftsförderung beauftragt. Mit interdisziplinärer Projekt- und Netzwerkarbeit setzt sie sich dafür ein, die wirtschaftlichen Potenziale der Region auszubauen und zukunftsweisend zu entwickeln. Oberstes Leitziel ist dabei stets, die hohe Lebensqualität in der Region zu erhalten und als Partnerin mit Bürger*innen, Unternehmer*innen und Politiker*innen aus allen Sektoren zusammenzuarbeiten.

Die SMG ist dafür in neun Handlungsfeldern aktiv: Innovation & Gründen, New Work, Ausbildung & Bildung, Gewerberaum, Wohnraum, Regionales Einkaufen, Nachhaltigkeit, Mobilität sowie Fördermittel & Finanzierung. Innerhalb dieser Schwerpunkte setzt die SMG 30 Projekte und Dienstleistungen um, die zur integrativen Entwicklung des Landkreises beitragen. Dazu gehören unter anderem die OBERLANDCard, das mobile FabLab, die Ausbildungstour, das Miesbacher Weidefleisch und das EU-Förderprogramm LEADER.

Pressekontakt
Laura Alt
Kommunikationsmanagerin
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Anschrift
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