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Das „Wendelstein Salettl“ im Bayrischzeller Rathaus ist ein in modernem alpenländischem Stil umgebauter Raum, den Einzelpersonen und Gruppen nutzen können, um entspannt zu arbeiten und anschließend das idyllische Bergdorf unterm Wendelstein zu erleben
(Foto: Tourist-Info Bayrischzell)
  • New-Work-Event „Mountain Office“ findet im Wendelstein Salettl in Bayrischzell statt
  • Kooperation mit der Tourist-Info Bayrischzell
  • Amt für ländliche Entwicklung Oberbayern fördert Netzwerkarbeit

 

Überall im Alpenraum entstehen kreative Hotspots, an denen sogenannte Coworkationists einen Ort zum Arbeiten und Urlaub machen finden. Dazu gehört auch das Wendelstein Salettl in Bayrischzell, wo noch im Dezember eine Tages-Coworkation stattfinden soll.

Am Freitag, den 6. und 20. Dezember können 20 Teilnehmer*innen im Rahmen einer Tages-Coworkation ihren Arbeitsplatz in das Wendelstein Salettl nach Bayrischzell verlegen, um dort in Gemeinschaft und abseits des Büroalltags zu arbeiten. Organisiert wird das kostenfreie New-Work-Event durch Anna Rodewald, die als freiberufliche Beraterin arbeitet, in Kooperation mit Stephanie Hintermayr, der Tourismusleiterin der Gemeinde Bayrischzell und der Unterstützung der Standortmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach (SMG).

Bisher fand das „Mountain Office“ an verschiedenen Orten im Alpenraum statt, unter anderem im Almbad Huberspitz in Hausham. Von der Möglichkeit auch das frischrenovierte und neugestaltete Wendelstein Salettl in Bayrischzell für ihre monatlichen Termine zu nutzen, erfuhr die Organisatorin durch die Netzwerkarbeit der SMG. Bereits Ende Oktober lud die SMG gemeinsam mit der Tourist-Info zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung über die Trendthemen Coworking und Coworkation in dem ehemaligen Leseraum der Gemeinde ein, wo die Potenziale der New-Work-Trends erläutert wurden.

Dem Büroalltag entfliehen
„Das Verbinden von Bewegung und Arbeit bringt Menschen in eine gute physische Balance für kognitive Aufgaben und zudem beeinflusst das Arbeitsumfeld die Qualität der Arbeit entscheidend mit. Neue Impulse in der Natur und der Austausch mit Menschen anderer Fachrichtungen resultiert in neuen bzw. anderen Ergebnissen als im gewohnten Büroalltag“, erklärt Anna Rodewald die Vorteile eines Orts- und Perspektivwechsels im Rahmen der Arbeit.

Für die Diplom-Ingenieurin mit Masterabschluss in Responsible Management ist Coworking in Verbindung mit neuen Orten die ideale Struktur, um ihrer Tätigkeit als Expertin für Nachhaltigkeit in der Outdoor- und Sportindustrie nachzugehen. Ihre Begeisterung über diese freie Form des Arbeitens motivierte Sie, das Mountain Office als private Initiative für Gleichgesinnte zu organisieren und kooperierte dafür mit dem Impact Hub Munich. Heute nehmen an dem Event regelmäßig selbstständig tätige und frei arbeitende Menschen teil, die ihre Arbeit individuell organisieren können.

Ablauf des „Mountain Office“
Ausgangspunkt für das Mountain Office am 6. und 20. Dezember ist die Bahnstation Osterhofen, von der aus die Gruppe um 9:15 Uhr gemeinsam nach Bayrischzell wandert. Ziel ist das Wendelstein Salettl, das den Teilnehmer*innen als neu gestalteter Co-Working-Raum mit WLAN zur Verfügung steht. Die Pausen, in denen ausreichend Zeit für Austausch und Networking bleibt, verbringt die Gruppe zusammen. Abschluss des Mountain Offices ist der gemeinsame Winterspaziergang zurück zum Ausgangspunkt nach Osterhofen um 17 Uhr.

Kosten für die Organisation entstehen nicht, allerdings werden die Teilnehmer*innen am Ende des Tages gebeten, einen Betrag an die Gemeinde, der den Wert der Erfahrung nach eigenem Ermessen widerspiegelt zu entrichten. Wer Interesse daran hat, sein Büro an einen anderen Ort zu verlegen, kann sich bei Anna Rodewald per E-Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) anmelden, bis zu 20 Personen können bei jedem Termin teilnehmen.

Coworkation als Chance für die Region
Den Landkreis Miesbach als innovativen und zukunftsorientierten Wirtschaftsraum zu positionieren, ist das Ziel der SMG, die das Thema Coworkation federführend für die gesamte Alpenregion vorantreibt. Dies soll durch die strategische Nutzung von Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt gelingen, besonders aus dem New-Work-Bereich.

„Als Standortentwickler ist es unsere Aufgabe, auf relevante Entwicklungen zu reagieren und diese zum Vorteil der Region zu nutzen. Das tun wir, in dem wir Unternehmen und Gemeinden dabei unterstützen, die moderne Entwicklung der Arbeitswelt für sich zu nutzen und progressive Lebens- und Arbeitsräume zu schaffen“, sagt Veronika Müller, Projektleiterin Coworkation bei der SMG.
Tagesveranstaltungen wie das Mountain Office oder mehrtägige Coworkations mit Themenschwerpunkten sollen deshalb in Zukunft häufiger in der Region stattfinden. Im Rahmen der Netzwerkarbeit der SMG sollen weitere Gemeinden und Unternehmen für das Thema sensibilisiert und die Infrastruktur für Coworkations ausgebaut werden.

Finanzierung
Finanziert wird die Initiative der SMG durch Fördergelder. Besonders das Amt für ländliche Entwicklung Oberbayern, welches Teil des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten ist, leistet seit Herbst 2017 die entscheidende Unterstützung.

„Über den Wettbewerb ‚Staatlich anerkannte Alpen-Modellregionen‘ wurde das Innovationsthema Coworkation schnell und unbürokratisch gefördert. Ohne die Unterstützung des Amtes für ländliche Entwicklung wären wir noch längst nicht so weit, wie wir heute sind“, lobt Alexander Schmid, Geschäftsführer der SMG die Zusammenarbeit.

Die zweijährige Förderung wurde bereits verlängert und endet im Februar 2020. Seit Herbst dieses Jahres wird das Projekt zusätzlich mit EU-Mitteln unterstützt.

Über die SMG Standortmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach:
Die SMG Standortmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach ist vom Landkreis Miesbach mit der Kreisentwicklung und Wirtschaftsförderung beauftragt. Mit interdisziplinärer Projekt- und Netzwerkarbeit setzt sie sich dafür ein, die wirtschaftlichen Potenziale der Region auszubauen und zukunftsweisend zu entwickeln. Oberstes Leitziel ist dabei stets, die hohe Lebensqualität in der Region zu erhalten und als Partnerin mit Bürger*innen, Unternehmer*innen und Politiker*innen aus allen Sektoren zusammenzuarbeiten.

Die SMG ist dafür in neun Handlungsfeldern aktiv: Innovation & Gründen, New Work, Ausbildung & Bildung, Gewerberaum, Wohnraum, Regionales Einkaufen, Nachhaltigkeit, Mobilität sowie Fördermittel & Finanzierung. Innerhalb dieser Schwerpunkte setzt die SMG 30 Projekte und Dienstleistungen um, die zur integrativen Entwicklung des Landkreises beitragen. Dazu gehören unter anderem die OBERLANDCard, das mobile FabLab, die Ausbildungstour, das Miesbacher Weidefleisch und das EU-Förderprogramm LEADER.

Pressekontakt
Laura Alt
Kommunikationsmanagerin
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e: la@smg-mb.de

Anschrift
SMG Standortmarketing Gesellschaft mbH
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83714 Miesbach
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