Kleinprojekte-Fonds - Ökomodellregion (Foto: Alpenregion Tegernsee Schliersee)
Kleinprojekte-Fonds - Ökomodellregion (Foto: Alpenregion Tegernsee Schliersee)
  • Bio-Projekte in 2022 förderfähig
  • 1.000 € - 20.000 € Netto-Gesamtsumme
  • Jetzt bis zum 15. Feburar 2022 einreichen

 

Die Öko-Modellregion Miesbacher Oberland hat für das Jahr 2022 beim Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Oberbayern die Förderung eines „Verfügungsrahmens Ökoprojekte“ nach den Bestimmungen des Landwirtschaftlichen Ministerialschreibens vom 18.08.2021, Gz E1-E/a-7515-1/115 und dem Aufruf der Bayerischen Verwaltung für Ländliche Entwicklung - Bereich Zentrale Aufgaben vom 23.11.2021 beantragt. Im Falle der Bewilligung durch das ALE erfolgt die Förderung nach den Bestimmungen des vorgenannten Landwirtschaftlichen Ministerialschreibens. Die Öko-Modellregion Miesbacher Oberland ruft unter dem Vorbehalt der Bewilligung durch das ALE und unter Berücksichtigung der nachfolgend genannten Bedingungen zur Einreichung von Förderanfragen für Kleinprojekte im Rahmen des „Verfügungsrahmens Ökoprojekte“ auf.

 

Dieser Aufruf umfasst ausschließlich Anfragen auf Förderung von Kleinprojekten, die unter Berücksichtigung der Ziele von BioRegio 2030 den Aufbau regionaler Bio-Wertschöpfungsketten voranbringen und das Bewusstsein für regionale Bio-Lebensmittel stärken. Kleinprojekte sind Projekte, deren förderfähige Gesamtausgaben 20.000 EUR nicht übersteigen. Hierbei handelt es sich um Nettoausgaben. Zu beachten ist, dass alle den Zweck der Förderung erfüllenden förderfähigen Nettoausgaben eines Projekts diese Höchstgrenze nicht überschreiten dürfen. Andernfalls kann ein Vorhaben nicht mehr als Kleinprojekt gewertet werden. In einem Aufruf kann pro Projekt nur ein Antrag eingereicht werden. Eine Aufteilung von Projekten zur Unterschreitung der förderfähigen Gesamtausgaben ist nicht zulässig.

 

Fördervoraussetzungen:

 

Gefördert werden nur Kleinprojekte mit deren Durchführung noch nicht begonnen wurde. Als Maßnahmenbeginn ist grundsätzlich bereits die Abgabe einer verbindlichen Willenserklärung zum Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- und Leistungsvertrags bzw. auch der Materialkauf für die beantragte Maßnahme zu werten. Eine Maßnahme gilt nicht als begonnen, wenn der Vertrag ein eindeutiges und ohne finanzielle Folgen bleibendes Rücktrittsrecht für den Fall der Nichtgewährung der beantragten Zuwendung enthält oder unter einer aufschiebenden oder auflösenden Bedingung hinsichtlich der Nichtgewährung der beantragten Zuwendung geschlossen wird. Nicht als Beginn des Vorhabens gilt der Abschluss von Verträgen, die der Vorbereitung oder Planung des Projekts (einschließlich der Antragvorbereitung und -erstellung) dienen.

 

Bei Baumaßnahmen gelten dementsprechend Planungsaufträge bis einschließlich Leistungsphase 7 HOAI, Baugrunduntersuchungen und Grunderwerb nicht als Beginn des Vorhabens, es sei denn, sie sind alleiniger Zweck der Zuwendung. Auch das Herrichten des Grundstücks (z. B. Planieren) gilt nicht als Beginn des Vorhabens, wenn die Auftragsvergabe hierfür von den weiteren Vergaben getrennt werden kann. Bei Vorhaben zur Förderung von wirtschaftlichen Tätigkeiten sind die Bestimmungen der EU zu De-minimis-Beihilfen (z. B. Gewerbe-De-minimis-Beihilfen) zu beachten. Nähere Informationen zur Abwicklung von De-minimis-Beihilfen wie Verordnungen, Merkblätter, De-minimis-Erklärungen sind auf der Internetseite des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zu finden.



Fördergegenstand:

 

Förderfähig sind beispielsweise Kleinprojekte zur

  • Stärkung der regionalen Bio-Land- und Ernährungswirtschaft und regionaler Bio-Wertschöpfungsketten,
  • Verbesserung der regionalen Versorgung mit Bio-Lebensmitteln,
  • Stärkung des Absatzes von regionalen Bio-Produkten und
  • Bewusstseinsbildung für Akteure regionaler Bio-Wertschöpfungsketten (Erzeuger, Verarbeiter, Handel, Gastronomie, Verbraucher usw.).

 

Das Kleinprojekt muss so rechtzeitig umgesetzt werden, dass der Durchfühungsnachweis bis spätestens 1.10.2022 vorgelegt werden kann.

 

Das erforderliche Antragsformular und das Merkblatt mit ergänzenden Hinweisen stehen im Internet-Förderwegweiser des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) unter https://www.stmelf.bayern.de/agrarpolitik/foerderung/286531/ (II: Verfügungsrahmen Ökoprojekte → Antragstellung Kleinprojektträger) zur Verfügung. Weitere Informationen unter https://www.oekomodellregionen.bayern/nachrichten/jetzt-bewerben

 

Bewerbungen sind bis zum 15. Februar 2022 möglich.

 

Über die Öko-Modellregion:
Die Öko-Modellregion Miesbacher Oberland gehört bereits seit 2015 zu den bayerischen Öko-Modellregionen, die derzeit als Impulsgeber an der Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus in Bayern arbeiten. Aufgabe aller heute 27 staatlich anerkannten Öko-Modellregionen ist es, die Produktion heimischer Bio-Lebensmittel und das Bewusstsein für regionale Identität voranzubringen. Gefördert vom Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) können Regionen Projektideen beispielsweise zur regionalen Wertschöpfung, der Vermarktung von Bio-Lebensmitteln, oder auch pädagogische Angebote umsetzen.
In der Öko-Modellregion Miesbacher Oberland sind über 33 % der bäuerlichen Betriebe biozertifiziert. Der Anteil an Bio-Bauern im Landkreis ist damit der höchste in Deutschland. Darüber hinaus halten sich über 70 % der Landwirte freiwillig an die Vorgaben des Kulturlandschaftsprogramm (KULAP) und wenden besonders umweltschonende und extensive Bewirtschaftungsverfahren an. Seit Oktober 2020 werden nur noch 60 % der Kosten für die Öko-Modellregion vom StMELF übernommen. 20 % tragen die Gemeinden und 20 % der Landkreis.
Die Öko-Modellregionsmanagerin Stephanie Stiller fungiert dabei als Ansprechpartnerin für Landwirte, Erzeuger, Verarbeiter, Bäcker, Metzger, Gastronomen, Hoteliers, Händler und Verpfleger sowie Initiativen und engagierte Verbraucher. Sie berät und informiert zu aktuellen Fragestellungen und grundsätzlichen Themen rund um Lebensmittel im Landkreis. Dazu gehört die Rohstoffbeschaffung, aber auch Vermarktung, Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit, Finanzierung und Förderung. Darüber hinaus begleitet sie Unternehmer und Initiativen bei ihren Projekten hinsichtlich Kooperationen, Förderungen oder Veranstaltungen.

 

Über die SMG Standortmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach:
Die SMG Standortmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach setzt sich mit interdisziplinärer Projekt- und Netzwerkarbeit dafür ein, die wirtschaftlichen Potenziale der Region auszubauen und zukunftsweisend zu entwickeln. Oberstes Leitziel ist dabei stets, die hohe Lebensqualität in der Region zu erhalten und als Partner mit Bürger*innen, Unternehmer*innen und Politiker*innen aus allen Sektoren zusammenzuarbeiten. Dabei fungiert die SMG als Dach, unter dem Förderprogramme wie LEADER, die Öko-Modellregion und das Regionalmanagement Bayern organisiert sind. Aber auch Projekte wie die Ausbildungstour Landkreis Miesbach, die offene Forschungswerkstatt „Oberlab“ mit dem mobilen FabLab oder die Initiative ServusZUKUNFT wurden durch die SMG ins Leben gerufen.

 

Pressekontakt
Stephanie Stiller
Öko-Modellregionsmanagerin Miesbacher Oberland
Tel. 08025 99372-22
Mail: sst@smg-mb.de

Anschrift
Öko-Modellregion Miesbacher Oberland
c/o SMG Landkreis Miesbach mbH
Rathausplatz 2
83714 Miesbach