Zum Jahresanfang kündigte die Standortmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach an, quartalsweise Unternehmensbefragungen zu aktuellen Themen durchzuführen. Wie sich die Pandemie bisher auf die Unternehmen der Region auswirkte, zeigen nun die Ergebnisse der ersten Erhebung.

Die Ergebnisse der ersten Kurz-Umfrage der SMG mbH liegen vor. Erfasst wurde darin, wie sich Unternehmen in der Region seit Beginn der Pandemie verändert und entwickelt haben.

„Die Umfrage war ein wichtiger Schritt, um unserem Ziel näher zu kommen, genauere Daten über die Lage der regionalen Unternehmerschaft zu erhalten. Es gibt bereits viele Daten, auf die wir zugreifen können. Wenn es um aktuelle Themen und unsere Region geht, finden wir aber kaum Zahlen“, erklärt Ingrid Wildemann-Dominguez, Leiterin Innovation und Regionalmanagerin bei der SMG.

Die umfassende Umfrage sprach viele Bereiche in denen Veränderungen vermutet wurden kurz an, um ein möglichst breites Stimmungsbild widerzugeben. Zwei Drittel der befragten Unternehmen gaben an, dass sie damit rechnen, dass sie die Auswirkungen der Covid-19 Pandemie noch lange beschäftigen wird und sie ihre unternehmerischen Tätigkeiten auf Grund der Pandemie angepasst haben. Ebenfalls zwei Drittel verzeichnete Umsatzeinbußen im Jahr 2020 – bei einem knappen Viertel ging der Umsatz um mehr als 40 Prozent zurück.

Die Hälfte der befragten Unternehmen gab an, staatliche Förderungen und Kredite in Anspruch genommen zu haben; die Soforthilfe war das wichtigste Förderprogramm dafür. Eine besondere Herausforderung stellten die wechselnden Hygiene- und Quarantäne-Bestimmungen sowie die damit einhergehenden Unvorhersehbarkeiten in der Planbarkeit dar.

Für das Innovationsteam der SMG, das die Umfrage aufgesetzt hat, war die Erhebung ein solider erster Schritt in die richtige Richtung zu genaueren Daten. Entwicklungspotenzial sieht Ingrid Wildemann-Dominguez beim Forschungsdesign und der Verbreitung der Umfrage an passende Empfänger*innen.

Die Umfrage lieferte auch erste Erkenntnisse zum ortsunabhängigen Arbeiten in der Region: Zwei Drittel der befragten Unternehmen hat seine Betriebstätigkeiten ins Homeoffice verlagert; für die Hälfte stellte orts- und zeitflexibles Arbeiten keine große Veränderung dar.

„Das finden wir sehr spannend, da wir uns in den Bereichen Innovation und New Work mit der Arbeitswelt der Zukunft beschäftigen. Leider gibt es zu wenig Erhebungen in diesen Bereichen – und schon gar nicht auf Landkreisebene“, erklärt Ingrid Wildemann-Dominguez.

Die nächste für Mai geplante Umfrage soll sich daher dem Thema ortsunabhängigem Arbeiten widmen.